Age of Empires II - Strategieguide

14. March 2016

(This post is in German due to its content.)

Letzthin, ganz tief in meinem Archiv versteckt, fand ich meinen verloren geglaubten, selbst geschriebenen Strategieguide zu meinem ehemaligen Lieblingsspiel. Doch dazu etwas Vorgeschichte…

Als Teenager war ich total vernarrt in Age of Empires II. Solltest du das Pech haben, diese Perle der modernen Echtzeitstrategie verpasst zu haben, so sieht das Spiel aus:


Eine feindliche Burg, die gerade wehrlos niedergemetzelt wird.

Es war das erste und bisher einzige Spiel, in das ich mich in einem solchen Ausmass vertieft hatte, dass ich das Gefühl hatte, wirklich durchzublicken. Nicht zuletzt auch weil ich damals Zeit und auch Lust hatte, stunden-, tage-, wochenlang Computerspiele zu zocken.

Nebst der Gründung eines eigenen Clans (FoN_Clan) spielten wir AoC (Age of Empires mit der The Conquerors Erweiterung) oft auch an privaten LAN-Parties, mit Partien welche die maximale Spieleranzahl von 8 Spielern voll ausschöpfte und im Extremfall über sechs Stunden dauerten.

Ich kann mich heute noch an ein Spiel erinnern, Königsmord, ein Gegenspieler war so gut wie hinüber, schaffte es aber auf einer riesigen Karte einen einzelnen Dorfbewohner zu retten, der in die dunkle Nacht verschwand (man sieht nur den Teil der Karte, wo eigene Einheiten in der Nähe sind) und später glorreich zurückkehrte und meinen König tötete.


Gesamtansicht der Karte “Black Forest”

Strategische Überlegungen

Bald waren wir auch daran, umfangreiche Strategien aufzubauen. Lieblingsvölker und ihre direkten Gegner, der Einsatz von Billigeinheiten, Formationen, Einheiten und wie man sie kontert, optimale Zusammenstellungen von Armeen usw.


Mögliche taktische Aufstellung für die Briten.

Wie in jedem guten Strategiespiel gibt es das Schere-Stein-Papier-Prinzip, wie die Einheiten zueinander stehen: Kavallerie schlägt Artillerie, Artillerie schlägt Infanterie, Infanterie schlägt Kavallerie. Auch die Vorteile und Möglichkeiten der Karte dunkler Wald, wie man sie oben sieht, wurden ausgelotet. So trennte normalerweise grosse Stücke voller Wald die einzelnen Spieler, so dass nur durch eine kleine Lücke der Angriff gewagt werden konnte.


Triboks, die ein Stück Wald kabuttbomben. Beschiss!

Eine zentrale Überlegung war die Erreichung der Ritterzeit; Sie ermöglichte das Errichten von Dorfzentren und damit das gleichzeitige “erstellen” von Dorfbewohnern, also einen ernormen Vorausgang und die Möglichkeit zur Bevölkerungsexplosion. Dies wiederum ermöglichte einen grossen Vorsprung auf den Gegner zu erhalten, denn meistens entschied sich das Spiel darin, dass in einer riesigen Schlacht der stärkere und/oder der Spieler mit mehr Ausdauer, also mehr Rohstoffen, das Spiel für sich entscheiden konnte. Der Ausgleich von Wortschaft und Militär ist deshalb einer der zentralen Punkte des Spiels.


Paladine greifen ein feindliches Lager an. Arme Dorfbewohner…

Strategiehandbuch

Von Sammelraten einzelner Nahrungsquellen bis über Aufstellungen von Truppen liess sich alles strategisch erfassen. Ich versuchte das damals in einen Zusammenhang zu stellen und zu sammeln, und aus einer Sammlung von losen Tipps und Erfahrungen wurde eine Art Strategieguide.

Wie gesagt, letzthin, ganz tief im Archiv versteckt, fand ich mein allererstes LaTeX-Dokument aus dem Jahr 2007. Ziel und deshalb auch Name dafür war eine Art “Kompendium” für Age of Empires II, in dem ich damals versuchte alle meine Erkenntnisse (und wo gekennzeichnet auch die von anderen) festzuhalten und bildlich darzustellen.


Überlegungen zur Armeezusammensetzung.

Herausgekommen ist ein 100-seitiges Dokument, das ich niemandem vorenthalten möchte :-)

Bitte nicht allzu ernst zu nehmen, denn das Dokument ist erstens relativ alt, und zweitens mit etwas hochstrebenden Ambitionen geschrieben, aber trotzdem wird sich darin die eine oder andere Anekdote finden. Viel Spass damit!

Age of Empires 2 Kompendium

(Übrigens, die Ära von AoE II ist dank Steam noch nicht ganz zu Ende, Age of Empires II HD ist gerade aktuell auf Steam mit der Erweiterung The African Kingdoms !)

adrianus

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